Die 50er Jahre

1950
Fred Isler übernimmt als 4. Präsident die Führung der Sektion, bestehend aus 176 Voll- und 18 Jugendmitgliedern. Zwei Grossflugtage in Aarau und im Birrfeld und kleinere Demonstrationen mit Rundflügen in Nussbaumen und Hochdorf stärken die Verbundenheit mit der Bevölkerung.

1951
Aus Anlass des Jubiläums "50 Jahre Aeroclub der Schweiz" finden Flugtage in Aarau und Lenzburg statt.
Die GV beschliesst im Einvernehmen mit der MFG zwecks Vereinfachung von Schulung und Wartung die Aktiven und Passiven der Motorfluggruppe auf Jahresende in die Fliegerschule zu integrieren. Die Verschuldung der Sektion erreicht damit 60'000 Franken, wobei die Darlehen der Mitglieder mehr als die Hälfte ausmachen.
Der Entschluss zu einer Werkstattvergrösserung wird durch eine Sporttoto-Subvention von 15'000 Franken erleichtert. Nachtflüge mit Stall-Laternen als Pistenbefeuerung und Bordinstrumentenbeleuchtung wie zu Saint-Exupérys Zeiten, finden grossen Anklang bei den Motorpiloten und sogar den Segen des Luftamtes. Die Meise 514 wird ihren "Flugzeugwarten" von einem orkanartigen Sturm aus den Händen gerissen und schwerbeschädigt.

1953
Karl Tobler und Max Leder fliegen auf den Spuren Walter Mittelholzers nach Nordafrika.
Neue Statuten, angeregt von Ernst Pichler (Piccolo), regeln die Schulung zwischen Fliegerschule und Gruppen; sie werden an der GV mit 44 zu 2 Stimmen genehmigt. Fünf amerikanische Jungpiloten erwerben im Birrfeld das Segelflieger-"C".
Unser erster Hauptamtlicher Fluglehrer, Max Leder, verlässt die Fliegerschule. Während 12 Jahren hat er in 30'000 bruchfreien Flügen Hunderte von späteren Sport-, Militär- und Verkehrspiloten mit dem Steuerknüppel vertraut gemacht. Die Segelfluggruppe Baden überträgt Aktiven (Segelflugzeug S-15K und S-19) und Passiven der Fliegerschule.

1954
Nach langen Verhandlungen mit dem Departement des Innern unterzeichnet Salmenbräu mit der Sektion einen Baurechtsvertrag über den Bau und den Betrieb einer Gastwirtschaft. Die Flugschüler können sich nun auf dem Flugplatz verpflegen, Ausflügler besuchen vermehrt den Flugbetrieb. Die Clubmitglieder schätzen das kameradschaftliche Zusammensein.
Ein Flugtag bei prächtigem Herbstwetter vereinigt Modell-, Segel- und Motorflieger mit begeisterten 10'000 Zuschauern auf unserem Flugplatz.

1955
Der Vorstand erarbeitet eine Zielsetzung, zwecks langfristiger Sicherung des Flugplatzes aus dem unsicheren Status eines privaten Flugfeldes auszubrechen.
Höhepunkt der Flugsaison ist wiederum ein Flugtag, erstmals unter Beteiligung der Fliegertruppe und der Swissair.

1956
Der Sektionsvorstand wird durch eine Statutenänderung von der Leitung der Fliegerschule entlastet. Werner Neuhaus übernimmt die Betriebsleitung der Fliegerschule mit Max Salm als Chef des technischen Sektors.
In einer Eingabe an den Regierungsrat ersuchen wir um die Erklärung des öffentlichen Interesses des Kantons Aargau am Flugplatz Birrfeld.
Autobahnpläne und Flugplatzausbau kollidieren. Durch Tieferlegen der Autobahn findet sich eine Lösung.

1957
An einer ausserordentlichen herbstlichen GV mit anschliessendem Jägerbraten wird allen Segelfluggruppen ein 14tägiges gruppeninternes Ausbildungslager pro Jahr bestätigt.

1958
Die Jubiläums-GV ernennt 6 Gründer der Sektion zu Ehrenmitgliedern. Nach einer Umfrage bei den Birrfelder Gemeinden erklärt der Kanton das öffentliche Interesse am Flugplatz.
Der Flugtag im Herbst belegt einmal mehr die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Zivilluftfahrt, Fliegertruppe und Aero-Club.

1959
Die GV bewilligt einen weiteren Landkauf von 35'000m2 im Hinblick auf die voraussehbare Beteiligung des Kantons am Flugplatz. Die Ausbaupläne werden mit der Regionalplanung koordiniert.
Die bisher getrennt durchgeführte militärische und zivile Nachwuchsselektion wird gemäss Bundesbeschluss in der Fliegerischen Vorschulung (FVS) zusammengefasst. Die administrative Leitung und die Aufklärung über die fliegerische Laufbahn wird dem Aero-Club der Schweiz übertragen.