Die 70er Jahre

1970
Gegen zusätzliche Einschränkungen infolge neuer Abflugvolten in Kloten setzen wir uns einvernehmlich mit dem Regierungsrat und unter persönlichem Einsatz von Baudirektor Dr. Jörg Ursprung erfolgreich zur Wehr.

1971
Der Motorsegler löst die Segelflug-Anfängerschulung mit dem Doppelsitzer ab. Die Generalversammlung fasst den Grundsatzbeschluss für den Bau einer Hartbelagpiste.

1972
Hans Hochstrasser verlässt uns nach 27jähriger einsatzfreudiger Tätigkeit in Werkstatt und Flugbetrieb. Seine Zuverlässigkeit in der Wartung gab uns das Vertrauen in die Flugtüchtigkeit unserer Motor- und Segelflugzeuge.
Die GV beschliesst, der Fliegerschule die Rechtsform einer Aktiengesellschaft zu geben. Das Aktienkapital von 100'000 Franken zeichnet die Sektion Aargau. Max Salm übernimmt die Verantwortung als Verwaltungsratspräsident.
Hartbelagpiste, Abzweiger von der Kantonsstrasse, Parkplätze, Verstärkung von Strom- und Wasserversorgung ergeben vielfältige Probleme für Bauherr und Behörden.

1973
Diskussionen um den Fluglärm nehmen zu. Wir sind nicht untätig; die Eigenkonstruktion eines Schalldämpfers zeigt gute Resultate. Bemühungen zur Verminderung des Propellerlärms sind im Gang; die Vorschriften zur Einhaltung der Platzrunde werden verschärft.

1974
Der Besuch des Goodyear-Luftschiffes und das Oldtimertreffen mit dem TCS beleben das Ausflugsziel Birrfeld.
Die Fédération aéronautique internationale FAI überreicht Werner Neuhaus in Würdigung seiner Verdienste um die Nachwuchsförderung und den Ausbau des Flugplatzes Birrfeld das Diplome Tissandier.

1975
Mit der Publikation des Zonenplanes im Amtsblatt und der Erteilung der Baubewilligung für die Hartbelagpiste werden langjährige zähe Verhandlungen von Erfolg gekrönt und setzen zwei Marksteine für den Betrieb und die Sicherung unseres Flugplatzes. Im Spätherbst kann mit dem Bau der Piste zu günstigen Bedingungen begonnen werden.
Die Akademische Fluggruppe Zürich wird Vollmitglied der Sektion Aargau. Die Anzahl der Flugbewegungen stabilisiert sich bei knapp über 100'000 pro Jahr.

1976
Die Sektion übernimmt das Flugplatzrestaurant und saniert es nach den Weisungen der Behörden.
Das 16. Trainings- und Ausscheidungslager (TAL) im Birrfeld steht unter dem OK-Präsidium von Ruedi Hächler. Unsere Piloten können den Heimvorteil nicht nutzen.

1977
Trotz restriktiver Aufnahme-Praxis der Gruppen überschreitet die Mitgliederzahl der Sektion die 1000er-Grenze.
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) schlägt eine Flugverkehrsleitung für das Birrfeld vor. Es sieht jedoch in Würdigung des gutorganisierten, rationellen Flugbetriebes davon ab.

1978
Die SGL tauft ihren neuen Doppelsitzer im Rahmen des Jubiläums "175 Jahre Aargau" in der Lenzburger Altstadt.
Die Sektion tritt der Vereinigung Aargauischer Turn- und Sportverbände bei. Hans Bär löst Max Salm als Verwaltungsratspräsident der Fliegerschule AG ab.

1979
Die Motorpiloten fliegen mit ihren Passagieren vermehrt über ganz Europa, das angrenzende Nordafrika, nach Teheran und nach Island. In Wettbewerben sind sie weniger aktiv. Dafür ergeben uneigennützige Rundflüge mit Behinderten über unserer schönen Landschaft unvergessliche Erinnerungen für Passagier und Piloten.
Die Taufe des neuesten Leistungssegelflugzeuges der SGL und 13 Ballonstarts am Lupfiger Dorffest vom 2. Dezember dokumentieren einmal mehr die Verbundenheit mit unserer Sitzgemeinde.