Naturpark Flugplatz Birrfeld

Erstzertifizierung am 15. Mai 2006
1. Rezertifizierung am 15. September 2010
2. Rezertifizierung am 29. Juli 2015

«Ausgezeichneter» Flugplatz Birrfeld in Lupfig

Der Flugplatz Birrfeld ist als erster Flughafen mit dem Qualitätslabel «Naturpark der Schweizer Wirtschaft» ausgezeichnet worden. Die Stiftung Natur&Wirtschaft würdigt mit dieser Auszeichnung die naturnahe Umgebungsgestaltung: Neben den Pisten setzen Wildhecken, Regenwasserrückhaltebecken und Blumenwiesen ökologisch wertvolle Akzente. 

Starten und landen – reger Flugverkehr herrscht auf dem Flugplatz in Lupfig, wo die Fliegerschule Birrfeld und der Aero-Club Aargau ihren Sitz haben. Doch nicht alles sind Flugzeuge. Auf dem 22 Hektaren grossen Areal ziehen auch Mäusebussarde, Sperber und sogar einige der seltenen Waldohreulen ihre Kreise. Wildhecken umsäumen den Flughafen, die Rollpisten liegen inmitten von Blumenwiesen, sämtliches Regenwasser fliesst in Retentionsbecken. Hier fühlen sich nicht nur fliegende Wesen wohl, sondern auch Amphibien, Kleintiere und Pflanzen. Die Stiftung Natur&Wirtschaft zeichnete das naturnah gestaltete Areal als «Naturpark der Wirtschaft» aus. Alle Anforderungskriterien sind erfüllt: Mehr als 30 Prozent des Flughafengeländes sind unversiegelt und strukturreich, einheimische Pflanzen dominieren und auf die Verwendung von Bioziden wird verzichtet.

Zusammenspiel von Technik und Natur

Der Flugplatz Birrfeld liegt südlich von Brugg im Gemeindebann von Lupfig, draussen bei den Feldern, umgeben von Landwirtschaftsflächen. Im Auftrag des Aero-Clubs Aargau und der Fliegerschule Birrfeld AG wird der Betrieb nach ökonomischen und ökologischen Grundsätzen geführt. «Die vielen Naturflächen sind pflegeleicht, günstig im Unterhalt und bedeuten einen Ausgleich zur Fliegerei», bekräftigt Flugplatzchef Roger Trüb. Der gelernte Gärtnermeister hat mit viel Engagement das weitläufige Areal stetig aufgewertet. Heute blühen entlang der Pisten Blumenwiesen, dichte Wildhecken strukturieren das Areal und Stein- sowie Asthaufen bieten den Kleintieren wertvollen Unterschlupf. Sämtliches Regenwasser versickert auf dem Gelände oder wird in Feuchtbiotopen zurückgehalten, um nicht unnötig in die Kläranlage geleitet zu werden. 

Artenvielfalt vor der Tür

”«Naturparks» sind sehr artenreich: bis zu 900 Tier- und Pflanzenarten können auf einem naturnahen Firmenareal ausgemacht werden!”, erzählt Jacques W. Grob, Stiftungsrat und FSKB-Präsident begeistert bei der Zertifikatsübergabe. In der Schweiz sind mehr als 250 naturnahe Firmenareale und mehr als 15 Millionen Quadratmeter naturnahe Flächen zertifiziert. Diese Flächen – so gross wie der Sempachersee – liegen nicht versteckt irgendwo am Rande der Schweiz, sondern inmitten der Siedlungs- und Industriegebiete. Schritt für Schritt kommt die Stiftung, die vom Bundesamt für Umwelt, dem Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie und dem Verband der Schweizerischen Gasindustrie getragen wird, dem hochgesteckten Ziel «1‘000 Naturparks der Schweizer Wirtschaft» näher.

 

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