Praktische Ausbildung

Wir empfehlen Ihnen, die praktische Ausbildung so zu planen, dass Sie den Theoriekurs nach Möglichkeit vor deren Beginn abgeschlossen haben. Der Zeitaufwand für die Vorbereitungen auf die Praxis-Lektionen ist nicht zu unterschätzen. Erfahrunsggemäss kommt es dadurch bei zu frühem Beginn der praktischen Ausbildung zu einem Zeitengpass, durch welchen beide Teile der Ausbildung leiden und schlussendlich ein nicht notwendiger Mehraufwand entstehen kann. Deshalb unsere Empfehlung: Zuerst die Theorie abschliessen - dann die Praxis.

Die praktische Ausbildung umfasst gemäss den Regeln der JAR-FCL (Joint Aviation Requirements-Flight Crew Licencing) mindestens 45 Flugstunden, respektive mindestens 30 Flugstunden für das europäische LAPL. Gemäss Erfahrungswerten werden es etwas mehr sein. Unsere Kostenaufstellung gibt Ihnen einen Überblick über den zu erwartenden Aufwand. Es ist uns wichtig, dass Sie bereits zu Beginn Ihrer Ausbildung alle Fakten kennen.Die praktische Ausbildung zur Privatpiloten-Lizenz ist in 10 Ausbildungsstufen unterteilt: Zu Beginn einer Flugausbildung werden Sie mit dem Flugzeug, dem Flugplatz und der Umgebung vertraut gemacht. Auf mehreren Flügen erlernen Sie die Grundlagen des Fliegens: Horizontalflug - Steigflug - Sinkflug - Kurvenflug. Die Anwendung und das Lernen der Checkliste ist ebenfalls ein wichtiges Ausbildungselement.

In der zweiten Ausbildungsphase lernen Sie die Standardverfahren im Flugplatzbereich, d.h. Flugverfahren und Manipulationen im Flugplatzbereich, Platzrunden-Geographie, Start, Anflug und Landung. In Stufe drei werden Gefahrenzustände erflogen sowie Notverfahren und Notlandeübungen durchgeführt. Anschliessend wird das Gelernte mit weiteren Übungen gefestigt und die ersten Solo-Flüge durchgeführt.

Die ersten Überlandflüge sind Thema der Ausbildungsstufe fünf. Der erste Alpenflug wird zu einem "High-Light" der Flugausbildung. In Stufe sechs werden weitere Notverfahren geübt. Mit Stufe sieben stehen weitere Überlandflüge sowie der Anflug von für den Schüler neuen Flugplätzen auf dem Programm. Der Abschluss der Stufe sieben bildet der Navigationsflug über  mind. 270 km Distanz, bei welchem Sie alleine an Bord sein werden.

Das Fliegen mit Hilfe von Instrumenten wird in einer weiteren Ausbildungsphase zuerst im Simulator und anschliessend im Flugzeug trainiert. Hier geht es jedoch nicht um den Instrumentenflug, sondern um das richtige Interpretieren von Fluginstrumenten. In der neunten Stufe liegt der Ausbildungs-Schwerpunkt auf der Navigation mittels Radionavigations-Instrumenten. Hier wird ebenfalls der Flugsimulator der Fliegerschule Birrfeld eingesetzt.

Stufe zehn bereitet Sie dann auf die Flugprüfung vor. In mehreren Flügen wird am Doppelsteuer und auf Soloflügen das Gelernte gefestigt. Gut vorbereitet wird Ihr Fluglehrer Sie anschliessend zur Prüfung anmelden. Auf diesem Flug mit einem Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt beweisen Sie sich selbst, dass Sie die Fähigkeiten eines Privatpiloten besitzen.

 

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